Förderseil-Umlenkscheibe Emilie-Schacht
(Station 3)
Auf dem Emilie-Schacht in Bülten (1939 abgeteuft), dem letzten Erz-Förderschacht auf der Lagerstätte Bülten/Adenstedt, wurden die Erze aus einer Tiefe – bergmännisch „Teufe“ – von 240 m gefördert. Eine Fördermaschine mit Doppelhaspel zog die Förderkörbe mit jeweils 4,8 Tonnen Erz beladen an einem 42 mm dicken Stahlseil aus der „Grube“.
Diese Seilumlenkscheibe war eine der beiden im 40 m hohen Förderturm montierten Seilscheiben, über die das Förderseil lief. An jedem Arbeitstag wurden auf der Anlage 1.500 Tonnen Erz gefördert. Nachdem das Grubenfeld 1976 ausgeerzt war, wurde die Schachtanlage stillgelegt.
Weitere Informationen zur Erzlagerstätte Bülten/Adenstedt und dem Erzbergbau der Ilseder Hütte gibt es am ehemaligen „Emilie-Schacht“ und im Heimat- und Bergbaumuseum in Bülten.
Bildunterschriften der oberen Fotoreihe
– Sandabbau an der „Veilchenhöhe“ bei Adenstedt
– Schachtanlage „Emilie“ mit Erztransportanlagen
– Emilie-Schachtanlage bei Nacht
– Moderner Abbau im Erzbergbau (schneidende Gewinnung)
– Die letzte Lore Eisenerz am 30. März 1976
Weitere Beschriftungen und Bildunterschriften
– Abb. links: Erzbrocken aus der Grube Bülten/Adenstedt
– Abb. oben: Schnitt durch das Erzlager Bülten/Adenstedt
– Abb. unten: Verbindungsstrecken und Abbausohlen im Grubengebäude
– Tagebau Ölsburg (1939)
– Gerhard-Schacht (1919–1962)
– Emilie-Schacht (1939–1976)
– Sohlen: 60 m, 90 m, 120 m, 140 m, 160 m, 170 m, 180 m, 200 m, 220 m und 240 m
– Transportfluß der Erze von den Abbausohlen zum Hauptförderschacht .
Quelle: Informationstafel „Förderseil-Umlenkscheibe Emilie-Schacht“, Industriepfad im Gewerbepark Ilseder Hütte, Ilsede; Abschrift nach der vorliegenden Fotoaufnahme.