Ilseder Hütte

Hochofenwerk Groß Ilsede

Um im Landkreis Peine ein Hüttenwerk auf vermuteten Kohle-und Erzlagerstätten zu errichten wurde 1853 eine erste Gesellschaft gegründet. Unter der Beteiligung eines Bankhauses wurde von Herrn C. Horstmann eine Gesellschaft gegründet um dieses Hüttenwerk zu errichten. 1858 wurde aber bereits Konkurs angemeldet. Aus der Konkursmasse entstand die “Aktiengesellschaft Ilseder Hütte”. Trotz ungünstiger Transportwege wurde es geschafft die Produktion 1861 wieder aufzunehmen. Herrn Gerhard Ludwig Meyer gelang es mit Sinn und Verstand die Expansion des Unternehmens zu einem montanindustriellen Großbetrieb voranzutreiben. Das ganze florierte so gut, dass das Unternehmen 1872 durch ein Walzwerk vergrößert wurde und bereits 1879 der dritte Hochofen in Betrieb genommen wurde. Durch die Anbindung des Mittellandkanal konnte auch das schwierige Transportproblem gelöst werden. Dies erfolgte im Jahre 1929. Trotz allem wurde 1978 der Erzabbau eingestellt, 1983 auch der Hochofenbetrieb. Die verbleibenden Produktionsbereiche von Kokerei, Kraftwerk und Nebengewinnung wurden 1995, nachdem die Preussag 1989 diese Produktionsteile übernahm, stillgelegt. Die ehemalige Dampzentrale wurde bereits abgerissen und auch der Kugelwasserturm soll in 2015 fallen. Ein Verein kämpft derzeit noch um den Erhalt des Kugelwasserturms als mächtigen Zeitzeugen und sammelt Spenden. Es ist aber ein harter Kampf, die Spendensumme ist ziemlich hoch und der Abrisstermin naht. Soweit wird es hoffentlich nicht kommen. Die Ilseder Hütte, als ein Unternehmensgebiet, umfasste ein riesiges Areal und ein Unternehmen zur Erzgewinnung das einst sehr viele Arbeitsplätze schaffte.

Das Gelände der ehemaligen Ilseder Hütte ist heute ein angesehener Standort für Unternehmensstarter, bestehende Unternehmen und Firmen. Es ist aber auch ein beliebter und gut besuchter Veranstaltungsort.