Werkzeitung Ilseder Hütte Hefte 9-16

Die Werkzeitschriften der Ilseder Hütte und dazu im folgenden jeweils das Titelbild sowie die letzte Seite der jeweiligen Ausgabe mit ausführlichen Erklärungen zu den Fotos.

Alle Texte und Fotos stammen komplett aus folgender Bezugsquelle. 

Herausgeber: Ilseder Hütte, Peine. Für die allgemeinen Richtlinien verantwortlich: Dr. Herbert W. Köhler. Schriftleitung: Werner Medrow  Redaktionsausschuß: Diedrich Dännemark (Vorsitzer), Helmuth Heintzmann, Paul Möllenberg, Dr. Kurt Rasch, Karl Basse, Paul Becker, Heinz Breskvar, Gustav Evers, Willy Holzapfel, Herbert Kemper, Caspar Kirchberger, Hermann Wedemeyer.

ILSEDER HÜTTE erschien jeden zweiten Monat. Auflage mit Heft 1: 19 300 Exemplare. Die Werkzeitschrift wurde kostenlos und nur an Betriebsangehörige versandt. Fotos: Dr. Wolff & Tritschler, Werkfotos: Trexler, Medrow. Illustrationen: Baatz, Pielert.

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 9. Januar/Februar 1958

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 9
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 9
Januar/Februar 1958
Januar/Februar 1958

Zentralwerkstatt In diesem Heft wird – beginnend auf der dritten Seite – ausführlich über die neue Zentralwerkstatt des Peiner Walzwerkes berichtet. Wir haben bewußt viele Fotos gebracht, weil in diesem Falle Bilder ebenso nützlich und informativ sind wie der Text. Sie zeigen z. T. die modernen Stahlkonstruktionen, in denen diese Werkstatt gebaut wurde. Eine besonders gute Farbaufnahme – so glauben wir – haben wir für das Titelblatt verwendet. Dieses Titelblatt zeigt einen Blick in die Zentralwerkstatt. Gedruckt wurde diese Umschlagseite im Vierfarben-Buchdruck und anschließend lackiert.

Feuerwerk Wer einmal in Muße durch einen Betrieb gehen kann, sieht vieles, was dort getan wird, mit anderen Augen an. Er achtet vielleicht weniger auf die Produktion, dafür um so mehr auf Erscheinungen, die das Auge als schön empfindet. Und ist der Beschauer dazu noch ein begeisterter Fotograf – in diesem Falle Helmut Trexler – dann hält er diese Eindrücke mit der Kamera fest. So entstand dieses Bild. Es zeigt einen Peiner Träger, der auf Länge geschnitten wird, und die sprühenden Funken überstrahlen diesen Arbeitsvorgang wie ein Feuerwerk. 

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 10. März/April 1958

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 10
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 10
März/April 1958
März/April 1958

Neues Verwaltungsgebäude In den letzten Märztagen bezogen 150 Mitarbeiter den neuen Anbau unseres Verwaltungsgebäudes in Peine. Nach 19 Monaten wurde ein Bau vollendet, der nach modernsten Gesichtspunkten gestaltet ist . Die äußere Form dieses neuen Hauses fanden wir so reizvoll, daß sein „Gesicht“ fotografiert und auf der Titelseite wiedergegeben wurde. Geknipst hat Helmut Trexler. Gedruckt ist das Bild im Vierfarben-Buchdruck.

Ich ging im Walde „Ich ging im Walde so für mich hin, das war mein Sinn…“ So schrieb Johann Wolfgang von Goethe in einer wohl viel besinnlicheren Zeit als der unseren. Doch manchmal sollten auch wir Zeit haben, „um nichts zu suchen“. Oft werden wir dann manches Schöne finden, wie der Fotograf dieses Motivs: Herbert Schikowski. Ein kleiner Weiher im Hochwald hielt ihn gefangen. Und auch er fing ihn ein – mit der Kamera, um dieses Idyll für seine Mitmenschen festzuhalten, für jene, die kaum noch wissen, wo der nächste Wald ist, in dem sie spazieren gehen können. 

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 11. Mai/Juni 1858

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 11
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 11
Mai/Juni 1958
Mai/Juni 1958

Fundamente Unser Titelbild, das der Graphiker Dieter Baatz aus Hannover zeichnete, ist eine Komposition aus Arbeitskraft, Erzeugnis und Kapital. Diese drei Größen schienen uns symbolisch gerade für den Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr zu sein, das in diesem Heft in einem Bericht noch einmal geschildert wird. Die Arbeitskraft, das sind die Menschen in unseren Betrieben, die Produkte sind ihrer viele, wir haben eines der Hauptprodukte herausgezogen: den Peiner Träger. Die Voraussetzung für die Produktion aber liefert der Aktionär, denn er gibt das Kapital. So zeigt diese Umschlagseite im linken Feld Köpfe von Mitarbeitern, in der Mitte das Foto eines Breitflanschträgers und rechts eine 100-DM Aktie. Bei der graphischen Herstellung mußte genau auf die Einhaltung einer Vierfarbskala geachtet werden (Schwarz, Rot, Gelb, Blau), damit der vorgesehene Vierfarbendruck auch die richtigen Töne wiedergab.

In der Heide Weitab vom Getriebe der Stadt und vom Lärm der Maschinen fanden wir dieses Heidehaus. Es liegt eingebettet in den Mischwald der Heide und ist eine Insel des Friedens. Seine Einsamkeit fanden wir so reizvoll, daß sie in Farbe fotografiert auf der letzten Umschlagseite wiedergegeben wurde. Wenn mancher Fotofreund auf seinen Wanderungen einem ähnlichen Idyll begegnet, so mag er daran denken, daß er sein Bild (in Schwarz-Weiß) zum Fotowettbewerb unserer Werkzeitschrift einsenden kann. Diese Aufnahme machte Helmut Trexler.

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 12. Juli/August 1958

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 12
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 12
Juli/August 1958
Juli/August 1958

Hauptversammlung Das Umschlagfoto der ersten Seite zeigt einen Bildausschnitt aus der Hauptversammlung in den Peiner Festsälen. Die Seite wurde im Zweifarben-Buchdruck gedruckt.

Jeder zehnte fuhr ohne Licht Das Umschlagfoto der letzten Seite zeigt Fahrzeuge auf dem Herner Platz in Peine bei Nacht. Die Aufnahme wurde mehrere Minuten belichtet. Hierbei entstanden durch Auto- und Fahrradscheinwerfer, die in der Bildmitte sichtbaren Lichtstreifen.  

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 13. September/Oktober 1958

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 13
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 13
September/Oktober 1958
September/Oktober 1958

Symbolischer Baum Dieses Thema „100 Jahre Sorge um die Belegschaft unserer Werke“ hat unser Graphiker symbolisch ausgedrückt. Ein hundertjähriger Baum inmitten einer Werkssiedlung und einer Industriekulisse soll das Gedeihen einer Belegschaft versinnbildlichen, für die das Unternehmen mit seinen sozialen Maßnahmen ein Jahrhundert sorgte. So entstand die Bindung zum Arbeitsplatz mit der Aussicht auf Sicherheit bei Krankheit oder Alter. Die Freude an der Arbeit ist die Erwiderung der Belegschaft für dieses Sorgen.  – Die Zeichnung ist zweifarbig in Strich und Autotypie geätzt und getönt lackiert.

Laterne, Laterne Wir sehen sie überall in diesen Tagen, die Laternenkinder. Mit staunenden Augen tragen sie ihr buntes Licht durch die Straßen unserer Städte und Dörfer. So traf unser Fotograf diese Kleinen vor dem Kinderhaus Ursula unseres Steinkohlenbergwerks Friedrich der Große in Herne und hielt ihr Staunen im Bilde fest – auch für uns „Alte“, die wir vielleicht manchmal gern noch einmal solch ein Licht in die Hände nehmen würden, um zu singen „Laterne, Laterne…“

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 14. November/Dezember 1958

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 14
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 14
November/Dezember 1958
November/Dezember 1958

Hand am Hebel Diese Steuerbühne mit dem Namen „Dora“ ist eine der wichtigen Schaltzentralen, von der aus die neue Universalstraße bedient wird, die am 29. Dezember 1958 anlief. Der Steuermann, den wir in der Glaskanzel sehen, wacht darüber, daß der Walzungsvorgang reibungslos geschehen kann. Er muß reaktionsschnell und zuverlässig sein. Dieser Beruf gehört zu denen, die in zunehmendem Maße großes Verantwortungsbewußtsein erfordern. Seine Aufgaben beweisen, daß die Mechanisierung immer weiter voranschreitet. 

Lohnzahlung Jede Woche, alle 10 Tage oder auch in größeren Zeiträumen, gibt es „Blaue Scheine“. Die Lohnzahlung ist wohl die angenehmste Zahlung. Für den Arbeitnehmer ist dieser Tag ein besonderer Tag. Er freut sich darauf, wenn er es in der Tasche klimpern und knistern hört. Und warum dieses Bild auf dieser Seite? Lesen Sie im Innern des Heftes „Wird die Lohntüte zur Gehaltstüte?“!

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 15. Januar/Februar 1959

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 15
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 15
Januar/Februar 1959
Januar/Februar 1959

Elektriker mit Prüflampe Die neue Universalstraße des Peiner Walzwerks, bedarf wie alle Präzisionsmaschinen ständiger sorgfältiger Pflege, wenn sie ohne Störung laufen soll. Unser Foto auf der Titelseite zeigt einen jungen Elektriker mit einer Prüflampe an einem Schützengerüst dieser neuen Universalstraße des Peiner Walzwerks. (Das Gesicht des Elektrikers wurde mit Kunstlicht „ausgeleuchtet“), um den fotografischen Effekt zu erhöhen.

In der Freizeit gebastelt Dieses stolze Schiff , ein Linienschiff, wurde von dem Schreiner Willi Rhode unseres Steinkohlenbergwerks „Friedrich der Große“ in Herne in jahrelanger Arbeit während seiner Freizeit gebastelt. Willi Rhode gehört dem Kunstfreundekreis „Friedrich der Große“ an und hat bei der letzten Ausstellung dieser Gemeinschaft von Laienkünstlern mit seiner ausgezeichneten Arbeit erhebliche Beachtung gefunden. Das Großfoto ist auf der letzten Umschlagseite zu sehen.

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 16. März/April 1959

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 16
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 16
März/April 1959
März/April 1959

Minister Erhard besuchte uns Am ersten Tage der Deutschen Industrie-Messe Hannover 1959 besuchte der Bundeswirtschaftsminister den Messe-Pavillon der Ilseder Hütte. Das Fernsehen des Norddeutschen Rundfunks hatte hier sein „Hauptquartier“ aufgeschlagen und brachte ein Interview mit dem Wirtschaftsminister. Alle deutschen Sender übertrugen das Gespräch. Vor dem Interview hatte sich der Bundeswirtschaftsminister eine Fernsehsendung auf einem Empfänger angesehen, der im unteren Teil unseres Pavillons aufgestellt war. Die Vorstandsmitglieder der Ilseder Hütte, Dr. Rasch und Dr. Meyer, hatten den Gast herzlich begrüßt. Unser Foto zeigt Professor Erhard (links) mit Direktor Dr. Rasch auf der Treppe des Messestandes der Ilseder Hütte. Weitere Fotos von diesem Ereignis finden Sie im Innern des Heftes.

Arbeitsruhe am 1. Mai Der 1. Mai des Jahres 1959 hatte eine ganz besondere Bedeutung. Dieser Feiertag der Arbeit wurde zum 70. Male in der Welt begangen. Millionen demonstrierten an diesem Tage für die Freiheit, für die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands und für den sozialen Fortschritt. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte auf seine Maiplakate die Losung geschrieben: Berlin bleibt frei! – Unser Bild zeigt das Hochofenwerk in Groß Ilsede. Es soll mit seinen nichtrauchenden Schloten, die wir einen Sonntag vor diesem Arbeitsfeiertag fotografierten, jene Arbeitsruhe symbolisieren, die am 1. Mai in allen Betrieben herrscht. 

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