Werkzeitung Ilseder Hütte Hefte 17-24

Die Werkzeitschriften der Ilseder Hütte und dazu im folgenden jeweils das Titelbild sowie die letzte Seite der jeweiligen Ausgabe mit ausführlichen Erklärungen zu den Fotos.

Alle Texte und Fotos stammen komplett aus folgender Bezugsquelle. 

Herausgeber: Ilseder Hütte, Peine. Für die allgemeinen Richtlinien verantwortlich: Dr. Herbert W. Köhler. Schriftleitung: Werner Medrow  Redaktionsausschuß: Diedrich Dännemark (Vorsitzer), Helmuth Heintzmann, Paul Möllenberg, Dr. Kurt Rasch, Karl Basse, Paul Becker, Heinz Breskvar, Gustav Evers, Willy Holzapfel, Herbert Kemper, Caspar Kirchberger, Hermann Wedemeyer.

ILSEDER HÜTTE erschien jeden zweiten Monat. Auflage mit Heft 1: 19 300 Exemplare. Die Werkzeitschrift wurde kostenlos und nur an Betriebsangehörige versandt. Fotos: Dr. Wolff & Tritschler, Werkfotos: Trexler, Medrow. Illustrationen: Baatz, Pielert.

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 17. Mai/Juni 1959

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 17
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 17
Werkzeitung Ilseder Hütte Hefte 17-24
Mai/Juni 1959

Rotor-Versuchsstahlwerk Seit dem 7. April 1959 ist das neue Rotor-Versuchsstahlwerk der Ilseder Hütte in Peine in Betrieb. Die Ergebnisse dieser Versuchsanlage sollen richtungsweisend für den späteren Ausbau der Stahlwerke in Peine sein. Beim Bau dieser Anlage beschränkte man sich nur auf das Notwendigste, hat aber weitgehend Erfahrungen berücksichtigt, die bei den Hüttenwerken Oberhausen erarbeitet wurden. 

Symbol des Bergbaues Dem Besucher unserer Schachtanlage 1/11 in Herne leuchtet dieses neue Schachtgerüst symbolhaft schon vom weitem. Es wurde vor etwa einem Jahr fertiggestellt und über das alte Schachtgerüst gebaut, das inzwischen abgerissen worden ist. Das Bild wurde an der Einfahrt der Schachtanlage 1/11 aufgenommen. Links ist die Markenkontrolle zu sehen

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 18. Juli/August 1959

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 18
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 18
Werkzeitung Ilseder Hütte Hefte 17-24
Juli/August 1959

Mein Heim ist meine Burg Nicht nur die Engländer leben nach dem Grundsatz „Mein Heim ist meine Burg“ – auch andere Menschen kennen die Vorzüge einer hübschen Wohnung. Es wurde eine Neubauwohnung in Peine-Süd besucht, um zu erfahren, wie die Belegschaftsangehörigen in Werkssiedlungen wohnen. Das Zuhause einer „Normalfamilie“ mit zwei Kindern wurde fotografiert und beschrieben. Das Titelbild zeigt den Balkon solch einer Wohnung, auf dem ein Ehepaar gerade Kaffee-Siesta hält.

Arbeit in luftiger Höhe Rund 45 Meter hoch ist der Silo einer Zuckerfabrik im Rheinland, zu dem unsere Konzernfirma Hermann Rüter, Langenhagen/Hannover, die Stahlkonstruktion baute. In luftiger Höhe müssen die Monteure ihre gefahrvolle Tätigkeit verrichten. Zwei von ihnen sind auf der Kuppel zu erkennen. Rüter wird schon seit Jahrzehnten von der Zuckerindustrie für Spezialaufgaben herangezogen. Dieser auf dem Bild zu sehende Silo – der Fachmann sagt – Elevatorturm – hat einen durchschnittlichen Durchmesser von fast 20 Metern. 

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 19. September/Oktober 1959

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 19
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 19
September/Oktober 1959

Bei der Arbeit belauscht Dieses Foto auf der ersten Seite zeigt den Zeichner Werner Künnecke während seiner Arbeit. Er gehört zum technischen Team unserer Konzernfirma Rüter, Langenhagen/Hannover, die – wie Sie wissen – eine Stahlbaufirma ist. Werner Künnecke schafft mit seiner Tätigkeit die Voraussetzungen für die Arbeit in der Werkstatt. Nach seinen Vorlagen entstehen Stahlbauten, die wir in vielen Ländern der Welt finden. Das Foto ist eine Schattenaufnahme.

Freizeit ohne Langeweile Auf der dritten Seite dieser Ausgabe geht es in einem Bericht um die Gründung des Kunstfreundekreises Ilseder Hütte. Die Mitglieder des Kreises wollen in der nächsten Zeit in einem Wettbewerb mit dem Kunstfreundekreis unserer Steinkohlenzeche Friedrich der Große treten, der schon seit einigen Jahren besteht. Das Foto auf der letzten Seite, wurde auf einer der ersten Zusammenkünfte dieser Laienschaffenden gemacht, als sie einige Arbeiten zur Begutachtung vorlegten. 

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 20. November/Dezember 1959

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 20
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 20
Werkzeitung Ilseder Hütte Hefte 17-24
November/Dezember 1959

Männer im Thomasstahlwerk Ein alltägliches Bild ist diese Farbensinfonie für die Männer unseres Thomasstahlwerkes. Gleich einem feuerspeienden Vulkan werden durch den Sauerstoff rotbraune Wolken und gleißender Feuerregen aus dem Konverter gestoßen. Die Männer, die hier tätig sind, haben im wahrsten des Wortes eine „heiße Arbeit“ zu verrichten. Im Hochsommer ist es hier kaum auszuhalten. Das Foto zeigt den Reservebläser Hans-Günter Bürig (rechts) und den 2. Konvertermann Hermann Speit (links). 

Märchenland in den Alpen Wie ein Bild aus dem Märchenland mutet uns dieses Foto an, mit seinen meterlangen Eiszapfen, seiner verschneiten Tanne, den schneebedeckten Alpen und dem Kirchlein neben dem Dorf. Das Bild zeigt den Wintersportort Hirschegg im Kleinen Walsertal. Wer hätte nicht Lust, seinen Platz im Werk für einige Wochen mit diesem herrlichen Fleckchen Erde zu vertauschen?

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 21. Januar/Februar 1960

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 21
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 21
Werkzeitung Ilseder Hütte Hefte 17-24
Januar/Februar 1960

Lichter der Arbeit In drei Schichten holen die Bergleute das Erz aus dem Schoß der Erde – überall in der Welt, wie auch bei uns in Bülten, in Dörnten und in Lengede. Es gibt keinen Stillstand. Wenn in den Wohnungen das Licht aufflammt und die Familien den Feierabend begehen, geht in vielen Betrieben der Arbeitsrhythmus weiter. Durch das Fenster der Werkshallen, der Fertigungsstätten oder der Schachtanlagen kündet das Licht vom kontinuierlichen Fortgang des Schaffens. Unser Fotograf fing diese Stimmung im Dämmerlicht ein, als er die Schachtanlage Lengede besuchte. 

Im Lichthof Diese Gegenlichtaufnahme entstand im Lichthof unserer Schachtanlage Lengede. Zwei Erzbergleute sind für die Einfahrt bereit. Vor ihnen liegt eine Acht-Stunden-Schicht auf der 100-Meter-Sohle. So wie ihre Väter und Großväter fahren sie „in den Berg“ unter Tage. Doch vieles hat sich geändert. Während noch vor 50 Jahren weitgehend mit Hand gefördert wurde, haben heute Maschinen einen Großteil der Schwerarbeit übernommen. Die Schichtleistung hat sich wesentlich erhöht. Trotzdem ist die Arbeit des Erzbergmannes noch immer eine der schwersten geblieben. 

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 22. März/April 1960

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 22
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 22
Werkzeitung Ilseder Hütte Hefte 17-24
März/April 1960

Im Kreis Die Konzerngesellschaft der Ilseder Hütte, unsere Norddeutsche Maschinen- und Schraubenwerke AG, Peine, hatte ihrem Messestand im Freigelände ein völlig neues und modernes Gesicht gegeben. Der Stand war von der Firma Rüter, Langenhagen/Hannover, nach Plänen unseres Ingenieurs Kindler gebaut worden. Eine hochstehende Kanzel aus Stahl und Glas ermöglichte Kunden und Besuchern einen Überblick über den Messestand. Er zeigte u.a. zwei besondere Attraktionen: 1. einen völlig neuen Turmdrehkran und 2. einen neuen Verladekran. Beide Konstruktionen waren einer der Messemittelpunkte. Das P – Kennzeichen der  Peiner Krane und der Norddeutschen Maschinen- und Schraubenwerke  – war noch aus großer Entfernung zu erkennen. 

Lachende Jubilare Einem heiteren Festprogramm lauschten am 27. April 1960 die Jubilare aus den Hüttenbetrieben der Ilseder Hütte. Für alle, die im vergangenen Jahr auf 50, 40 oder 25 Jahre des Wirkens in unserem Unternehmen zurückblicken konnten, war in den Peiner Festsälen und anschließend im Schützenhaus für Unterhaltung gesorgt worden. Ein Varieteprogramm, das hohen Ansprüchen genügte, zauberte Heiterkeit auf alle Gesichter. Durch das Programm führte Walter Böhm, der mit seiner spritzigen Conference kein Unbekannter ist. Das Bild zeigt einen Blick in den großen Saal der Peiner Festsäle, als Walter Böhm gerade eine seiner Pointen ins Parkett streute.

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 23. Mai/Juni 1960

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 23
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 23
Werkzeitung Ilseder Hütte Hefte 17-24
Mai/Juni 1960

Jede Stimme wird erfaßt Bei einer Hauptversammlung ist wichtig, daß jeder Aktionär, der seine Stimme abzugeben hat, genau erfaßt wird. Jede Unachtsamkeit könnte dann bei Abstimmungen innerhalb der Tagesordnung zu unangenehmen Verzögerungen führen. Charmante Mädchen und aufmerksame Mitarbeiter der Ilseder Hütte achten deshalb jedes Jahr am Eingang des HV-Tagungslokals auf die eintreffenden Aktionäre und „registrieren“ sie genau. Das Bild zeigt einen Blick in das Foyer der Peiner Festsäle.

Kirmesrummel Beim Kirmesrummel erwacht das Kind im Manne und der Backfisch in der Frau. Losgelöst vom Alltag stürzt man sich in den Trubel, fährt Geisterbahn, schießt Wachsblumen oder steigt in eines der vielen Karussells und läßt sich durcheinanderwirbeln. Mancher träumt in einer Gondel den Traum des Fliegens und sieht die Welt von oben an. 50 oder 100 Sekunden, dann ist es wieder vorbei. Das Foto entstand auf dem Peiner Freischießen. 

Werkzeitung Ilseder Hütte – Heft 24. Juli/August 1960

Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 24
Werkzeitung Ilseder Hütte Heft 24
Werkzeitung Ilseder Hütte Hefte 17-24
Juli/August 1960

Hochofenabstich Dieses Ölgemälde, das Fritz Baumgarten, Schlosser im Hochofenwerk Groß Ilsede,  gemalt hat, zeigt einen Schmelzer beim Hochofenabstich. Viele Belegschaftsangehörige im Peiner Raum haben das Gemälde in der ersten Ausstellung des Kunstfreundekreises ILSEDER HÜTTE in den Peiner Festsälen im Mai im Original gesehen.

So zum Lachen ….wie diese drei munteren Kinderchen ist uns nicht, wenn wir auf den Sommmer zurückblicken. Und wir hatten uns so auf ihn gefreut. Wer nicht in Spanien oder Südfrankreich war,  der schaute nach der Sonne durch die Röhre. Sich darüber zu ärgern, führte zu nichts. Die Kinder machen es richtig: Sie gewinnen auch unfreundlichen Zeiten fröhliche Seiten ab.

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